Kaiserin Elisabeth - die Lady Diana des 20. Jahrhunderts

 

Ein hübsches junges Mädchen vom Land erobert das Herz des begehrtesten Junggesellen der Welt. Obwohl es als seine Frau zum Liebling der Massen wird, wird es zutiefst unglücklich und findet schließlich einen gewaltsamen Tod. Das ist der Stoff, aus dem Mythen gemacht sind.
In jüngerer Vergangenheit traf all das auf Lady Diana Spencer zu, die früh verstorbene Ehefrau des britischen Thronfolgers. Im 19. Jahrhundert war es Elisabeth, Herzogin in Bayern, deren Schicksal als Gemahlin des österreichischen Kaisers Franz Joseph Millionen von Herzen rührte.

Ab 15. März 2018 kann man in der komplett neu gestalteten Ausstellung in der Wagenburg das Leben Elisabeths anhand ihrer prächtigen Gewänder, Kutschen und Reitutensilien, sowie bisher noch nie gezeigter persönlicher Gebrauchsgegenstände nachvollziehen. Um ihre Bedeutung und Faszination für jene ausländischen Besucher nachvollziehbar zu machen, die Sisi noch nicht kennen, beleuchten die eigens angefertigten Ausstellungsvideos auch die erstaunlichen Parallelen zwischen ihr und der „Königin der Herzen“ des 20. Jahrhunderts.

 

Hier einige der neuen Ausstellungsstücke:

Leib-Landaulett von 1885

Leib-Landaulett der Kaiserin Elisabeth, 1885, Carl Marius, Kaiserliche Wagenburg Wien © KHM-Museumsverband

Der kleine, gut für den Stadtverkehr geeignete Wagen wurde bei schönem Wetter mit offenem Verdeck gefahren. Die dunkelgrüne Lackierung mit zartem Goldschnitt und die Kaiserkronen an Wagenschlag und Laternen weisen ihn als Hoffahrzeug aus. Der Wagen wurde für Kaiserin Elisabeth gebaut, die ihn häufig auf Reisen mitnahm und zuletzt vor ihrer Ermordung am Genfer See benützte.

 Schwarzes Hofkleid

Schwarzes Hofkleid der Kaiserin Elisabeth, um 1885, Fanni Scheiner, Kaiserliche Wagenburg Wien © KHM-Museumsverband

Dieses prachtvolle Kleid aus schwarzer Moireeseide mit Spitzenbesatz und reicher Jetperlen-Stickerei ist vollkommen unverändert erhalten geblieben. So dokumentiert es eindrucksvoll die hohe, schlanke Gestalt der Kaiserin mit der unglaublich schmalen, längsovalen „Wiener Wespentaille“. Als kostbares Erinnerungsstück wurde es im Kaiserhaus aufbewahrt und schließlich 1962 dem Kunsthistorischen Museum Wien übergeben.

 

Diese Gegenstände sind Leihgaben aus Privatbesitz und waren noch nie vorher zu sehen:

Reisenecessaire sowie Visitenkarten der Kaiserin

 

Sisis RaisenecessaireSisis ReisenecessaireSisis Visitenkarten

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